Zwischenstand und Zukunft
Repair Café Oberdiessbach: «Kein Unternehmen würde das flicken – aber wir tun es»

Vom Event zur Reparatur-Annahmestelle
Gestartet ist das Projekt mit zwei Reparaturtagen im Alters- und Pflegeheim Kastanienpark. Bald kam der Wunsch auf, ein ganzjähriges Angebot zu schaffen. «Wir wollten nicht, dass jemand mit einem kaputten Gerät ein halbes Jahr auf den nächsten Termin warten muss», sagt Erich Schmid. Gemeinsam mit Daniel Wenger wurde eine Lösung gefunden: Eine feste Werkstatt gibt es zwar nicht, aber eine fixe Annahmestelle für Reparaturen – betreut von Wenger in seinem Atelier 1818. Dieses Angebot nennt sich Reparaturservice.
Zwischenstand und Zukunft
Seit September 2024 wurden im Reparaturservice rund 120 Geräte angenommen. An einem einzelnen Reparaturtag kommen zwischen 60 und 70 Gegenstände zusammen. Die Reparaturquote liegt bei etwa drei Vierteln. «Wenn es nicht geht, dann meistens, weil etwas verklebt ist, Ersatzteile fehlen oder zu teuer wären», sagt Schmid.
Was bleibt, wenn eine Reparatur nicht möglich ist? «Dann sagen wir ehrlich, dass das Gerät entsorgt werden muss», erklärt Astrid Wallner. «Wir wollen keine falschen Hoffnungen machen.» Daniel Wenger ergänzt: «Manchmal kosten Ersatzteile mehrere hundert Franken. Da muss man mit dem Kunden abklären, ob sich die Reparatur überhaupt lohnt.»
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